
Mit Unterstützung
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturförderung Stadt Braunschweig
St.Michaelis Braunschweig
AUSSTELLUNG 25.02.-29.03.
TÄGLICH 10-18 UHR
ERÖFFNUNG 24.02. 19 UHR
MIT DEM CHOR UKRAINSKA DUSCHA
FINISSAGE 29.03. 11 UHR
St.MICHAELIS KIRCHE
ECHTERNSTR. 67 | BRAUNSCHWEIG
Die Einzelausstellung ist dem vierten Jahr des russischen Krieges gegen die Ukraine gewidmet. Das Hauptthema der Werke ist jedoch Heilung, das Leben nach der Flucht. In dieser Serie geht es weniger um den Schmerz des Krieges, sondern vielmehr um den Blick in die Zukunft, die Suche nach Hoffnung für die Menschheit.

Allmählich entfernte ich mich vom Epizentrum des Traumas als Augenzeugin des Krieges und begann, Hoffnung in mein Herz zu lassen, die dank der Freundlichkeit und Unterstützung von Menschen in mir geboren wurde. Es geht um Menschlichkeit, um einen kaum wahrnehmbaren Hoffnungsschimmer, der sich in eine helle Sonne verwandelt, eine Quelle unendlicher Energie. Es geht um das Leben danach, um den Mut, einen Schritt auf das Unbekannte zuzugehen, um den Glauben an das Gute, auch wenn der Krieg noch andauert. Nichtsdestotrotz sind meine Werke leichter und freundlicher geworden, sie handeln weniger von den Schrecken des Krieges als vielmehr von der Hoffnung, vom Glauben an die Kraft der menschlichen Güte und der Einheit, die uns helfen wird, die Dunkelheit eines invasiven Krieges zu überstehen.







Wenn ein Mensch sich an einem neuen Ort wiederfindet und gezwungen ist, sich dort anzupassen, kommt ihm sofort das Wort Flüchtling in den Sinn. Mit diesem Projekt möchte ich jedoch das Konzept des Flüchtlings nicht durch das Konzept des erzwungenen Migranten offenlegen, sondern durch das Konzept derEinheit und der Menschen, dank derer die unbekannte Umgebung zu einer vorübergehenden Heimat wird.






Mein Projekt, das dank der Initiative von Pfarrer Jakob Timmermann nächstes Jahr in der Kirche St. Michaelis vorgestellt wird, ist eine Dokumentationdes Weges des Überlebens, des täglichen Kampfes des Herzens und des Verstandes und des täglichen Sieges des Lichtes über die Dunkelheit. Die neuen Werke und Texte, an denen ich arbeite, sind eine Suche nach einem Funken des Guten in den Augen eines jeden von uns. Ich schreibe über mein Leben in Deutschland, über Freundschaft, Unterstützung und Verständnis. Meine Bilder sind sowohl Selbstporträts als auch Porträts all der Menschen, denen ich begegne. Es sind kollektive Bilder, auf denen man keine einzelne Figur sehen kann, man kann nicht verstehen, wessen Hände zu wem gehören, weil es ein einziges Ganzes ist, eine Person, die Teil einer Gemeinde ist. Das ist Empathie und Unterstützung, gegenseitiger Respekt und Verständnis, das ist die Einheit, die Kraft gibt, der Dunkelheit zu widerstehen.

Für mich ist die Ausstellung in der Kirche St. Michaelis von besonderer Bedeutung, denn die Kirche ist ein Ort des Friedens und der Suche nach Licht, sie ist für alle da, die das Gute in dieser Welt suchen.

Das Leiden eines jeden ist wichtig, weil wir alle Teile eines Ganzen sind, Teil der Menschheit, die lernen muss, in Harmonie miteinander zu leben. Keiner von uns hat erwartet, dass sich so etwas wiederholen würde, und das ist das Grauen dieser Welt. Aber die Zukunft hängt von jedem von uns ab, und meine Hoffnung auf die Menschheit wird niemals enden.

Die Heilung in der St. Michaelis Kirche Braunschweig
24.02-29.03.2026
Die Vernissage







Fotos von Lothar Müller
