Hypnotic drops

Jahr: 2017
Medium: Videoinstallation.
Entstehungsort: Zagreb, Kroatien.
Präsentation:
-KulttuuriKauppila International Artist Residency in Ii, Finnland (Oktober 2017).
-Galerie Lavra, Kyjiw, Ukraine. Einzelausstellung „Insight“ (Januar 2019).

An diesem Projekt habe ich gemeinsam mit meinem Mann und Partner Pavlo Baltaziuk (1986-2022) gearbeitet.

Beschreibung:

Die Videoinstallation „Hypnotic drops“ ist mobil und wurde je nach Gesamtkonzeption der Ausstellung in Finnland und der Ukraine aufgebaut. Es wird ein Tablet benötigt.

Konzept:
„Hypnotic Drops“ ist ein Video über Regen, das im April 2017 in Zagreb (Kroatien) aufgenommen wurde. Das meditative Spiel von Wasser und Licht versetzt den Betrachter unwillkürlich in die Leere seines eigenen Bewusstseins – ein Gefühl, das der Betäubung der Gehirnaktivität ähnelt. Innerhalb einer Minute wird die Aufmerksamkeit auf das Objekt gelenkt, das in der Installation zwischen der Videoprojektion und der Linse platziert ist, nämlich einen 1 mm großen Kieselstein, der durch die Linse 100-fach vergrößert erscheint. Die Kombination aus hypnotischem Video, das die Gehirnaktivität in den Schlaf wiegt und das Gehirn daran hindert, das sich wiederholende Video zu erkennen, und dem optisch vergrößerten Objekt schafft ein sich wiederholendes Fragment des Alltags, das nicht einzigartig ist, sondern wie Millionen anderer Lebensgeschichten. Die Geschichte ist auf ständig wiederkehrende Komponenten festgelegt.
Tatsächlich ist dies die Geschichte eines gewöhnlichen Menschen, dessen Alltagstage einander ähneln, und daher beobachten wir ein kurzes, sich wiederholendes Fragment, erkennen jedoch dessen Wiederholung nicht. Das 100-fach optisch vergrößerte Objekt symbolisiert unsere Sorgen, deren tatsächliche Größe 1 mm beträgt. Es sind Probleme, die wir selbst schaffen und lösen, unsere Tage und unser ganzes Leben sind davon erfüllt, wir rechtfertigen damit die monotone Realität, wir sammeln sie und pflegen sie.

Jeder, der in die Installation „Hypnotic Drops“ eintaucht, erhält die Gelegenheit, das Vakuum zu sehen und zu spüren, in das wir fallen, wenn der Alltag zu unserem Leben wird, wenn wir aufhören zu kämpfen und zu suchen, wenn wir zerbrechen und der Lauf der Zeit uns einfach durch das Leben trägt.

Die psychologische Wirkung der Installation ist geprägt von folgenden Empfindungen, beschränkt sich jedoch nicht darauf:
Harmonie der Erfahrung als intuitive Wahrnehmung der Realität — Vertiefung, chaotische Gedanken und Erinnerung — Eindringen in den Traum, zweite Realität — Gefühl der Schwerelosigkeit — Seelenruhe, Gleichgewicht, Realitätsentfremdung, Leere — Offenheit und Sensibilität, Stimme und Gefühle — Immaterielles Abenteuer.