WAR und ist KRIEG

Jahr: 2026.
Ort: Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K
Das Projekt, das vier europäische Künstlerinnen aus Deutschland, Polen und der Ukraine zusammengebracht hat, um das Thema Krieg aus einer zeitgenössischen Perspektive zu beleuchten.







Foto von Sebastian Bisch
Links die Kuratorin des Hoffmann-von-Fallersleben-Museums im M2K, Nicole Trnka; Rechts die Künstlerin, Iryna Vorona

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K zeigt in Kooperation mit Sabina Kaluza, Yvonne Salzmann, Yuliia Shkvarchuk und Iryna Vorona die Kunstausstellung „WAR und ist KRIEG. Vier europäische Künstlerinnen aus Deutschland, Polen und der Ukraine zum Thema Krieg“. Der Eröffnungstermin am 19. Februar 2026 ist kurz vor dem 4. Jahrestag des Beginns des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine gewählt. Die Ausstellung wird bis Ende Mai zu sehen sein. In diesem Zeitrahmen liegen die Erinnerungstage an das Ende des von Deutschland begonnen Zweiten Weltkrieges, aber auch mit dem 23. Mai der Tag des Inkrafttretens des Grundgesetzes und damit der Gründung der freiheitlich-demokratischen Bundesrepublik Deutschland.
In der Ausstellung setzen sich die vier Künstlerinnen mit den Folgen vergangener und aktueller Kriege auseinander. Während Sabina Kaluza und Yvonne Salzmann ihren Blick auf die verheerenden Kriege des 20. Jahrhunderts lenken, sind die Werke von Yuliia Shkvarchuk und Iryna Vorona von der Aktualität des brutalen Angriffskrieges Russlands auf ihr Land beeinflusst. Eigenes Erleben sowie die Familiengeschichten der Beteiligten führen uns exemplarisch die Kontinuitäten der Geschichte vor Augen und lassen uns aufmerksam auf die Gegenwart blicken.
Kriege als Machtmittel, aber auch der Wunsch nach Frieden, bestimmten auch die Politik und Gesellschaften im 19. Jahrhundert. Die Erfahrungen damit spiegeln sich exemplarisch im Leben und lyrischen Werk August Heinrich Hoffmanns von Fallersleben. Die Geschichte seines „Liedes der Deutschen“ als deutsche Nationalhymne ist im 20. Jahrhundert wiederum geprägt von zwei Weltkriegen und dem Deutschland und Europa teilenden Kalten Krieg. Freude und Dankbarkeit für die friedliche Überwindung der Teilung in Ost und West bei gleichzeitiger Akzeptanz der eigenen, teils schmerzvollen Vergangenheit, prägten den Frieden und die Demokratien in Europa seit 1989.
Der Frieden und die europäischen Demokratien sind aktuell massiven Bedrohungen von innen und außen ausgesetzt. Die Verteidigung unserer Werteordnung, die sich mit dem Hoffmann’schen Dreiklang von „Einigkeit und Recht und Freiheit“ zusammenfassen lässt, ist die zentrale Aufgabe unserer Zeit. Darauf macht die Kunstausstellung „WAR und ist KRIEG“ auf beeindruckende Weise aufmerksam. Zugleich ist diese Aufgabe wichtiger Bestandteil der Demokratieförderung, der das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K als Ort der deutschen Demokratiegeschichte verpflichtet ist.









