Sprache der Freiheit in Zagreb

Jahr: 11.12.–29.12.2023

Medien: Grafik

Ort: Galerie „Forum“ in Zagreb, Kroatien

Förderung: Creative Europe Programme Stipendium (Tanuki films, Bulgarien; Eclectica, Kroatien.

Das Projekt „Sprache der Freiheit“ wird im Rahmen der Gruppenausstellung „We See Ukraine“ präsentiert.

Das Projekt „Sprache der Freiheit“ zielt darauf ab, das Streben nach Freiheit durch künstlerische Symbole und Zeichen zu vermitteln, die mithilfe der Braille-Schrift entschlüsselt werden können. Es besteht aus einem „Blinden-Manifest“ und 30 Kohlezeichnungen.

Mein Projekt soll die Auswirkungen des Krieges auf gewöhnliche Menschen zeigen und die Einheit, dank derer wir den Kampf fortsetzen. Ich möchte, dass die Menschen durch diese Porträts die Unbeugsamkeit und Stärke spüren, die uns alle zum Sieg führt. All dies verdanken wir der Kraft des Geistes und der Liebe, der Unterstützung durch Gleichgesinnte und einer Gesellschaft, die sich vereint hat. Und ich hoffe, dass meine Komposition „WE ARE FREE. МИ ВІЛЬНІ“, die ich für das Projekt geschaffen habe, den Menschen helfen wird, die Ukraine ein wenig besser zu verstehen. Diese Worte sind sehr wichtig, ihre wahre Bedeutung verbirgt sich hinter jedem Buchstaben, für den heute gekämpft wird. Mein Projekt entstand direkt in der Ukraine.
Keines der Werke wurde außerhalb der Ukraine geschaffen. Seit Beginn des Krieges habe ich mich entschlossen, zu bleiben, um die Tage und Phasen des Kampfes um die Freiheit zu dokumentieren.
Dies ist ein Kampf ums Leben, um die Existenz der Ukrainer als Nation, aber den Menschen muss gesagt werden, dass dies überall, in jedem Land und jedem passieren kann. Deshalb bemühe ich mich, unsere Erfahrungen zu vermitteln, zu zeigen, wie ganz normale, einfache Menschen schreckliche Prüfungen durchstehen, die Kraft finden, zu leben und anderen zu helfen, für sich selbst und gleichzeitig für alle zu kämpfen.

An jenem Morgen, dem 24. Februar 2022, wachten wir auf und erkannten, dass das Leben nicht mehr so sein würde wie zuvor. Die Abschnitte von 611 Tagen, die wir Tag für Tag wie eine Halskette aneinanderreihen, bilden diese Kette der Geschichte, die wir lieber nicht kennen möchten, aber erleben müssen. Das Thema des Schicksals des ukrainischen Volkes im Kampf um die Unabhängigkeit wird seit mehr als einem Jahrhundert in der Kunst thematisiert. Dies ist auch das Erbe der Nation – der Kampf. Aber es ist unser Schicksal, diesen Kampf zu beenden. Wir spüren, dass ihr uns versteht und unseren Kampf als euren eigenen empfindet und den Sieg genauso sehr wünscht wie wir. Deshalb sind wir so stark, denn wir sind auf diesem Weg nicht allein.