Sprache der Freiheit

Jahr: 2023-2024

Medien: Grafik

Ort: Ukraine, Kroatien, Bulgarien

Förderung: Creative Europe Programme Stipendium (Tanuki films, Bulgarien; Eclectica, Kroatien.

Das Projekt „Sprache der Freiheit“ zielt darauf ab, das Streben nach Freiheit durch künstlerische Symbole und Zeichen zu vermitteln, die mithilfe der Braille-Schrift entschlüsselt werden können. Es besteht aus einem „Blinden-Manifest“ und 30 Kohlezeichnungen.

Ausstellungen 2023–2024:

-Städtische Galerie für Bildende Künste, Plovdiv, Bulgarien (15.11.–05.12.2023)

-Galerie „Forum“ in Zagreb, Kroatien (11.12.–29.12.2023)

-Regionales Zentrum für zeitgenössische Kunst „Toplotsentrala“, Sofia, Bulgarien (20.02.–07.03.2024)

-Galerie „Prica“ in Samobor, Kroatien (09.01.–21.01.2024)

„WE SEE UKRAINE“ ist ein gemeinschaftliches Projekt aus bildender und darstellender Kunst, das die unterschiedlichen Eindrücke und Emotionen der Menschen, die in der Ukraine im Krieg leben, nachzeichnet.

Mein Projekt “Sprache der Freiheit” soll die Auswirkungen des Krieges auf gewöhnliche Menschen und die Einheit zeigen, dank derer wir den Kampf fortsetzen. Sein Kern besteht darin, kollektive Porträts zu schaffen, in denen die Schicksale der Menschen – wie ihre Hände – als Symbol der Unbeugsamkeit und der Kraft vereint sind, die uns alle zum Sieg führt. All dies ist der Kraft des Geistes, der Unterstützung, der Liebe der Angehörigen, der Gleichgesinnten und einer Gesellschaft zu verdanken, die sich vereint hat.
Auf der Suche nach einer kompositorischen Lösung erkannte ich, dass die Arbeiten eine visuelle Reihe bilden, die wie eine Erzählung wirkt, jedoch mit einem bestimmten Code versehen ist – es ist wie eine Geschichte, die man wie einen Text lesen kann, wenn man die Sprache beherrscht. Ich spürte eine Analogie zur Brailleschrift und begann, die Komposition nach den Regeln dieser Sprache aufzubauen. Mithilfe der visuellen Interpretation dieser Schrift schuf ich die Komposition „WE ARE FREE. МИ ВІЛЬНІ“. Doch das sind nicht nur Worte, denn hinter jedem Buchstaben verbirgt sich eine wahre Bedeutung, für die heute gekämpft wird.

Meine persönliche anderthalbjährige Kriegserfahrung, die ich in der Ukraine gemacht habe, ermöglicht es mir, mich intensiver mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Mir ist bewusst geworden, wie zerbrechlich unser Alltag ist, auf dem alles beruht. Dennoch sehe und spüre ich die Stärke meiner Landsleute, und die Informationen, die ich in mich aufnehme, finden ihren Ausdruck in den Porträts. Neben meinen persönlichen Erfahrungen bei der Arbeit an diesem Projekt inspirieren mich die Fotos und Geschichten derer, die die Prüfungen des Krieges, Verluste oder Trennungen durchlebt haben. Die wertvollsten Momente sind Begegnungen und Verabschiedungen an Bahnhöfen, wenn sich Familien umarmen und eine einzige, geschlossene Gestalt bilden, in der viele verschränkte Hände und Umarmungen so stark sind, dass alle Gestalten zu einer einzigen verschmelzen. Darin liegt sowohl das Glück als auch die Tragödie unserer Zeit. Noch gestern haben wir unsere Angehörigen als selbstverständlich angesehen, und heute ist jede Minute ein Schatz.
Meine Arbeit hat sich sehr organisch in diese Ebene der Visualisierung der Einheit eingefügt, die mit der Energie des Kampfes für die Freiheit erfüllt ist. Die Kraft der Einheit, die ich in meinen Angehörigen, Freunden oder auch völlig Fremden sehe, ist die Kraft, die unsere Gesellschaft vereint hat und jeden von uns zu einem Patrioten seines Landes gemacht hat, der mit Stolz sagt: Ich bin Ukrainer. Heute ist die Ukraine außerordentlich stark. Ich habe lediglich meinen eigenen Weg gefunden, diese Energie mit künstlerischen Mitteln auszudrücken, dank derer meine Botschaft „WE ARE FREE. МИ ВІЛЬНІ“ in die Welt hinausgetragen wurde.

Städtische Galerie für Bildende Künste, Plovdiv, Bulgarien (15.11.–05.12.2023)

Galerie „Forum“ in Zagreb, Kroatien (11.12.–29.12.2023)

Regionales Zentrum für zeitgenössische Kunst „Toplotsentrala“, Sofia, Bulgarien (20.02.–07.03.2024)

Galerie „Prica“ in Samobor, Kroatien (09.01.–21.01.2024)